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Blogroll
Der Mensch im Konflikt zwischen Rollenverständnis und Wachstum, Teil 1
8.2.2011 von admin.
Als kleine Kinder lieben wir Geschichten. Wir lieben Geschichten weit mehr als das augenblickliche Geschehen. Die Geschichte ist für uns während wir hören augenblickliches Geschehen. Wir differenzieren nicht in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, wir tauchen ein, wir staunen und fragen voll Zuversicht nach. Keine Scheu, etwas nicht verstanden zu haben. Oder wer kennt nicht von Kindern die Bitte: „Noch einmal.“ oder „Noch eine.“. Wir wissen, ob wir Geschichten mögen oder nicht mögen. Wir suchen uns immer die für uns schönsten Geschichten aus.
Erst später entwickeln wir unser Rollenverständnis und fangen an, in Kategorien zu denken zwischen richtig und falsch, gut und schlecht, und vergessen dabei, dass wir jetzt gerade selbst Geschichte schreiben.
Vielleicht ist die Art, gute Geschichten zu hören von guten Erzählern, das, was den Unterschied in unseren Programmierungen und Konditionierungen ausmacht. Vielleicht ist es das, was uns Welt später gut oder schlecht erleben lässt.
In unserer Arbeit verwenden wir oft Geschichten, um das Groteske aufzuzeigen, bilden Metaphern, um Lösungen zu entwickeln, und machen Paradoxien durch Erzählungen bewusst. Geschichten bilden eine hervorragende Basis, unsere Verstandesprogrammierungen und -dogmen zu durchbrechen, wenn wir uns darauf einlassen können und wie Kinder zuhören. Hatten wir doch schon einmal gekonnt. Was ist geschehen, dass wir uns dies haben wegnehmen lassen? Braucht es eine Erklärung, was geschehen ist, oder reicht es einfach aus, sich neu darauf einzulassen. Beim Lesen von Geschichten kann man seinen eigenen Verstand gut beobachten. Wenn das gelingt, diesen Verstand anzufangen zu beobachten, was er einem vorgaukelt, bekommt man eine Idee davon, was wir in den nachfolgenden Blogs als Rollendilemma aufzuzeigen versuchen.
In den kommenden Blogs werden wir uns bei den Themen, die wir behandeln, immer wieder durch Geschichten, die uns seit sehr vielen Jahren begleiten und mit Sicherheit unser Leben geformt haben und uns auch Richtung aufgezeigt haben, inspirieren lassen. Wir werden über diese einen Bezug zu unseren Erfahrungen in unserer täglichen Arbeit herstellen.
In unserer Arbeit mit Führungskräften erleben wir häufig, dass viel geleistet, viel getan wird, meist jedoch nicht am Wesentlichen. Wobei der Blick auf das Wesentliche wie in der nachfolgenden Geschichte aufgezeigt vielleicht schon viel viel früher verloren gegangen ist.
Ein Löwe geriet in Gefangenschaft und wurde in ein Lager gebracht, wo er zu seinem Erstaunen noch andere Löwen antraf, die schon jahrelang dort waren, einige sogar ihr ganzes Leben, denn sie waren dort geboren. Er lernte bald die sozialen Betätigungen der Lagerlöwen kennen. Sie schlossen sich in Gruppen zusammen. Eine Gruppe bestand aus den Gesellschaftslöwen; eine andere ging ins Showgeschäft; wieder eine andere betätigte sich kulturell, um die Bräuche, die Traditionen und die Geschichte jener Zeiten zu bewahren, als die Löwen in Freiheit lebten. Andere Gruppen waren religiös - sie kamen zusammen, um zu Herzen gehende Lieder zu singen von einem künftigen Dschungel ohne Zäune. Einige Gruppen fanden Zulauf von denen, die sich von Natur aus für Literatur und Kunst interessierten; wieder andere waren revolutionär gesonnen, sie trafen sich, um sich gegen ihre Wärter zu verschwören oder gegen andere revolutionäre Gruppen Pläne zu schmieden.
Ab und zu brach eine Revolution aus, die eine oder andere Gruppe wurde ausgelöscht, oder alle Wärter wurden umgebracht und durch andere ersetzt.
Als sich der Neuankömmling umsah, bemerkte er einen Löwen, der stets tief in Gedanken versunken schien, ein Einzelgänger, der keiner Gruppe angehörte und sich meistens von allen fern hielt. Es war etwas Seltsames um ihn, das sowohl die Bewunderung der anderen hervorrief, aber auch ihre Feindseligkeit, denn seine Gegenwart erzeugte Angst und Selbstzweifel: Er sagte zu dem Neuankömmling: “Schließ dich keiner Gruppe an. Diese armen Narren kümmern sich um alles, bloß nicht um das Wesentliche.”
“Und was ist das?”, fragte der Neuankömmling.
“Über die Art des Zaunes nachzudenken.”
Nichts, aber auch gar nichts anderes ist wichtig!
Quelle: Wo das Glück zu finden ist, Antony de Mello
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Stressmanagement
27.9.2010 von admin.
Stress ist wohl die größte Gesundheitsgefahr unserer Zeit. Laut einem amerikanischen Stressforschungsinstituts “sollen schätzungsweise 75 bis 90 Prozent aller Besuche beim Arzt mit stressbedingten Problemen zusammenhängen”, so auch hier bei uns in Deutschland.
Was können wir tun, um den Stress zu reduzieren? Hierzu sind von der Boston Public Health Commission nützliche Antistresstipps herausgegeben worden: 1. Denk positiv und umgib Dich mit positiv denkenden Menschen. 2. Stecke keine zu hohen Ziele. Bitte wenn nötig um Hilfe. 3. Akzeptiere, dass Du nicht jede Situation kontrollieren kannst. Sei flexibel. 4. Mach am Tagesanfang eine Liste der zu erledigenden Aufgaben. Setze Prioritäten. 5. Zerlege größere Aufgaben in kleinere. 6. Iss ausgewogen, genügend Früchte, Korn und Gemüse. 7. Schlaf genügend jede Nacht. 8. Bau jeden Tag eine Fitnesspause zur Energie- und Stimmungssteigerung 9. Lass Zeit für Freizeit: z.B. Musik, Gartenarbeit, Lesen etc. 10. Vermeide Nikotin, Alkohol oder Medikamente 11. Benütze Misserfolge als Lerngelegenheiten. 12. Sage falls möglich “Nein” zu Aufgaben, die zu zuviel Stress führen würden. 13. Sprich mit einem Freund über Enttäuschungen oder Erfolge. 14. Gib zu, wenn Du nicht recht hast. 15. Vermeide Stressquellen wie laute Musik oder ständige Unordnung. 16. Lache. Nimm Dir Zeit um Spaß zu haben. 17. Vergiss nicht, dass es auch in Ordnung ist, einmal zu weinen. 18. Trainiere Tiefenatmung: 5 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 5 Sekunden ausatmen. 19. Längeres Sitzen produziert Stress. Nimm Treppen statt Lifte, stehe beim Telefonieren. 20. Mach Antistressübungen
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Wo sind wir mit unseren Gedanken?
24.9.2010 von admin.
Wie oft sind wir mit unseren Gedanken in der Vergangenheit verhaftet? Wie oft machen wir uns Gedanken, um Dinge, die vielleicht in der Zukunft geschehen werden, denken uns Szenarien aus, was wir sagen und tun werden? Wir führen gedankliche Streitgespräche mit Mitarbeitern, Kunden, Freunden, Partnern. Machen uns Sorgen um Dinge, die längst geschehen sind oder vielleicht gar nicht geschehen werden. Wir verschwenden viel Energie damit, gedanklich in der Vergangenheit und in der Zukunft zu kreisen und vergessen dabei, gegenwärtig zu sein. Wie oft versäumen wir, den Augenblick zu erleben für eine konstruierte Gedankenwelt, in der wir emotional verhaftet bleiben und die mit den gegenwärtigen Ereignissen nichts mehr zu tun hat? Mit unseren Gedanken bleiben wir oft an vergangenen Ereignissen hängen, die längst geschehen sind und auf die wir keinen Einfluss mehr haben. Dazu eine kleine Geschichte: Zwei Mönche, der eine bejahrt, der andere noch ganz jung, wanderten im Regenwald einen schlammigen Pfad entlang. Sie waren auf dem Heimweg zu ihrem Kloster. Da begegneten Sie einer schönen Frau, die hilflos am Ufer eines reißenden Flusses stand. Der alte Mönch, der die Not der Frau erkannte, hob sie auf seine starken Arme und trug sie hinüber. Sie lächelte und schlang ihre Arme um seinen Hals, bis er sie am anderen Ufer sanft absetzte. Mit einer anmutigen Verbeugung dankte sie ihm, und die Mönche setzten schweigend ihren Weg fort. Nicht weit von der Klosterpforte konnte der junge Mönch nicht länger an sich halten: “Wie konntest Du nur eine schöne Frau in die Arme nehmen? So etwas ziemt sich nicht für einen Mönch!” Der alte Mönch sah seinen Gefährten an und sagte: “Ich habe sie dort zurückgelassen. Trägst Du sie immer noch?” Um weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft verhaftet zu sein, ist es erforderlich, unsere Gedanken und unsere Gefühle zu beobachten, wahrzunehmen und - wie der ältere Mönch - einfach loszulassen. Nicht kontrollieren, nicht bewerten, nicht ändern wollen, sondern nur wahrnehmen, das Herz entspannen und loslassen.Wenn wir einmal anfangen, unsere Gedanken zu beobachten, werden wir feststellen, wie oft wir uns in der Vergangenheit oder Zukunft gedanklich befinden und wie selten wir wirklich im “Jetzt” leben. Wir lernen viel über uns selbst, unsere Gedankengebäude, die wir im Laufe des Lebens aufgebaut haben, über unsere Ängste und Bedürfnisse. Wir begeben uns auf eine spannende Reise zu uns selbst… © ita est
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